Geschichtliches

Die Bewegung der "Offenen Pforte" hat in England Tradition seit 1927 und breitet sich in Deutschland aus wie ein Gartenfieber. 1991 wurde die Initiative "Offene Gartenpforte" in Hannover mit dem Ziel die Gartenkultur zu fördern und den Austausch von Erfahrungen anzuregen, ins Leben gerufen.

Vom Prinzip ist die "Offene Pforte" eine Zusammenfassung all jener regionalen und überregionalen Aktionen, mit denen Gartenbesitzer in gewisser Regelmäßigkeit anderen Gartenbesitzern und -freunden Einblick in igre Privatgärten ermöglichen. Oft wird dies mit anderen Angeboten kombiniert (z. B. Fachseminare, Kaffeetafeln o. ä.)

"Der passionierte Gartenfreund kann sich vor Ort mit Gleichgesinnten zum persönlichen und fachlichen Austausch treffen. Hier werden die sehenswerten Ergebnisse langjähriger Erfahrung vom stolzen Gartenbesitzer präsentiert; man darf genießen, fachsimpeln, fotografieren ... und erhält darüber hinaus wertvolle Praxistipps und interessante Anregungen für seinen eigenen Garten. Besonders reizvoll ist, dass diese Aktivitäten je nach Region mit landestypischen Besonderheiten aufwarten, sowohl was die Art des Gartens, Gartengröße und -inventar, als auch die dazu stattfindenden Angebote angeht." (Quelle: www.offene-pforte.de)

Nach Hannover schlossen sich Hamburg, 1992 Leiferde und Ostwestfalen-Lippe an. Seit 1996 wurden die bisher eher lokal und regional stattfindenden Gartenbesuchstage von amtlicher Seite in "offizielle" Bahnen gelenkt, so z. B. im Weser-Ems-Gebiet die Aktion "Bäuerinnen öffnen ihre Gärten" oder die bayrischen "Tage der offenen Gartentür". Einerseits eröffnen diese Initiativen den landwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit des Zuerwerbs und andererseits verhelfen sie den entsprechenden Regionen zu weiteren touristischen Attraktionen.

In Oranienburg fand der erste Tag der Offenen Pforte im August 2003 statt. Seitdem wird dieser Tag jährlich durchgeführt.
aus: Edener Mitteilungen, Heft 62, Nov./Dez. 2002